Die 12-tägige Donau-Tour von nicko cruises auf der Maxima führt bis zum Eisernen Tor, dem Durchbruchstal der Donau durch die südlichen Karpaten. Der Bau des Staudamms Djerdap 1 von 1964 bis 1972 hat die einstmals gefährlichen Stromschnellen entschärft und die Donau ganzjährig schiffbar gemacht. Auch für die Rückfahrt nach Passau haben die Organisatoren der Reise attraktive und für viele Passagiere weniger bekannte Stationen an der Donau ausgesucht. Dazu gehört zweifellos Novi Sad, nach Belgrad die zweitgrößte Stadt in Serbien mit rund 350.000 Einwohnern.
Vorführung des Puszta-Zehners im Gestüt von Bakodpuszta
Brückenbau und eine Anregung von Tito aus dem Jahr 1945
Das Zentrum von Novi Sad wird bestimmt von Türmen und Kuppeln von Kirchen der verschiedensten Konfessionen. Da ist zum Beispiel die orthodoxe Sankt-Georgs-Kathedrale aus dem 19. Jahrhundert mit einem prachtvollen Ikonostas oder die im neogotischen Stil erbaute römisch-katholische Marienkirche. Das eigentliche Zentrum der Stadt ist der Platz der Freiheit - Trg Slobode mit der Marienkirche, dem Rathaus und dem Wohn- und Geschäftspalast Gvozden čovek (Eiserner Mann), eines der architektonischen Symbole Novi Sads. Unweit des Freiheitsplatzes befindet sich in der Donaustraße auch das älteste noch erhaltene Haus der Stadt "Zum Weißen Löwen", das um 1720 erbaut wurde. Man entdeckt viele Gebäude und Paläste ganz unterschiedlicher Baustile, vom Klassizismus, der Sezession, dem Bauhaus-Stil, der Moderne bis zum sozialistischen Realismus - eine spannende Melange. Im völkerrechtswidrigen Bombenkrieg der NATO gegen Serbien im Jahr 1999 wurden alle drei großen Brücken der Stadt über die Donau zerstört. Als letzte der Brücken wurde im Jahr 2018 die Regenbogenbrücke wieder errichtet. Die Stadtführer erinnern auch an eine frühere Zerstörung der Brücken im Jahr 1945 durch die deutsche Wehrmacht. Der damalige jugoslawische Ministerpräsident Tito erteilte damals den Befehl, alle deutschen Kriegsgefangenen zu entlassen, wenn diese die von ihnen zerstörten Brücken wieder aufgebaut haben. Wäre das nicht auch heute eine Anregung, die NATO-Militärs als Zerstörer dieser Brücken für deren Wiederaufbau zu verpflichten?
Orthodoxe Sankt-Georgs-Kathedrale (links) mit dem Bischofspalast in Novi Sad
Habsburger Festungsbauten
Das Wahrzeichen von Novi Sad ist die Petrovaradin-Festung. Sie ist eine der größten und am besten erhaltenen Festungen Europas, ein Meisterwerk der Militärarchitektur. Die heutige Festung, gebaut auf den Mauern einer alten, wurde während der Habsburger Zeit von 1692 bis 1780 errichtet. Sie sollte die Südgrenze der Monarchie vor dem Vordringen der Türken nach Norden schützen. Die Festung umfasst eine Fläche von 112 Hektar, hat zehn Tore, 12.000 Schießscharten und Plätze für 400 Kanonen. Ein Charme der Festung besteht darin, dass während ihrer Jahrhunderte langen Existenz auf sie nicht eine einzige Kanonenkugel abgefeuert wurde. Auf der Oberstadt befindet sich ein weiteres Symbol der Festung und der Stadt - ein Uhrturm, der auf allen vier Seiten ein Ziffernblatt mit einem Durchmesser von mehr als zwei Metern hat. Eine Besonderheit der Uhr ist, dass der lange Zeiger die Stunden anzeigt und der kurze Zeiger die Minuten. Auch wenn diese Zeitanzeige für den heutigen Betrachter sehr ungewohnt ist, hatte sie doch in der Vergangenheit ihren Sinn: Die Donaufischer konnten schon von weitem zumindest die richtige Stunde erkennen.
Die Festung Petrovaradin
Bienen, Wein und barocke Architektur in Sremski Karlovci
Ein Bus-Ausflug führt die Passagiere der Maxima in das nahe bei Novi Sad liegende 9.000-Einwohner Städtchen Sremski Karlovci. Es hat im Jahr 1699 Weltgeschichte geschrieben, denn hier wurde der Friedensvertrag von Karlowitz zwischen dem Osmanischen Reich und der Heiligen Liga unterzeichnet. Mit ihm endete der Große Türkenkrieg und die Habsburger Monarchie stieg endgültig zu einer Großmacht auf. Weil keine der vier verhandelnden Parteien - Osmanen, Habsburger, Venezianer und Polen - der anderen bei den Verhandlungen den Vortritt lassen wollte, errichtete man ein Zelt mit vier verschiedenen Eingängen, in jeder Himmelsrichtung einen. Und weil keiner dem anderen den Präsidiumssitz am Tisch gönnen wollte, schlug hier die Geburtsstunde des runden Tisches. Das Städtchen ist aber auch für die Geschichte der Serben von großer Bedeutung, denn in ihm befand sich jahrelang der Sitz der serbischen Metropoliten. Hier wurde auch ein Priesterseminar gegründet, das zweite in der orthodoxen Welt, wie auch das erste Gymnasium Serbiens. Diese Gebäude bilden auch heute noch den Kern der sehr schönen barocken Altstadt. Sremski Karlovci hat auch eine lange Weinbau- und Winzertradition. Die Gäste der Maxima besuchen die Imkerei und Weinkellerei der Familie Živanović, die heute auf ihrem Hof in der siebten Generation Honig und Wein produziert. Sie knüpft damit an das Erbe ihres Ur-Ur-Ur-Großvaters Jovan Živanović an. Dieser war im 19. Jahrhundert Professor am Gymnasium in Sremski Karlovci und wird auch als "Vater der modernen Imkerei" in dieser Region bezeichnet. Er erforschte die Bienen, baute den ersten modernen Bienenstock mit herausnehmbaren Waben und unterrichtete 26 Jahre lang Bienenzucht am Priesterseminar. Nach dem Abschluss des Seminars waren die Priester gleichzeitig diplomierte Imker und so verbreiteten sich die Ideen der modernen Bienenzucht schnell in ganz Serbien. Auf dem Hof ist ein kleines Museum der Bienenzucht eingerichtet, das traditionelle Techniken und Geräte vorstellt und zahlreiche Informationen über die Bedeutung der Bienen für die Landwirtschaft und das gesamte Ökosystem liefert. Nach einem Blick in den tief in den Felsen getriebenen Weinkeller erwartet die Gäste eine Verkostung von sieben verschiedenen Weinsorten und von drei Sorten Honig, begleitet von Häppchen mit Brot und Käse.
Der Uhrturm - es ist genau 11 Uhr und nicht fünf vor zwölf!
Osijek - Zentrum der Region Slawonien
Die nächste Station unserer Schiffsreise ist das kleine Dorf Aljmas. Hier ist der Ausgangspunkt für den Busausflug in das 25 Kilometer entfernte Osijek, die mit rund 75.000 Einwohnern viertgrößte Stadt Kroatiens und das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der Region Slawonien. Der Einfluss der habsburgischen und westeuropäischen Architekten ist allgegenwärtig - bei den romantischen Schlössern, der römisch-katholischen Kathedrale St. Peter und Paul im neogotischen Stil mit 3,5 Millionen verbauten Ziegelsteinen oder den pastellfarbenen Bürgerhäusern mit Stuckverzierungen und schlanken Türmchen im Zentrum von Osijek. Die Habsburger errichteten hier nach dem Sieg gegen die Osmanen eine Festung. Sie wurde allerdings nicht durch feindliche Heere zerstört, sondern im Laufe der Zeit immer mehr abgetragen und bietet nur noch einige Festungsmauern und -gräben und einen Blick auf das Drau-Ufer.
Der barocke Patriarchenpalast in Sremski Karlovci
Hof der Familie Živanović
Burgruine Hinterhaus - eine 1.000 Jahre alte Wehranlage bei Spitz in der Wachau
Das Stift Melk in der Wachau - eine der schönsten Barockanlagen Europas
Kroatien - EU-Land mit Euro-Währung
Bei den Reiseführern ist auch der Bürgerkrieg von 1991 bis 1995 im früheren Jugoslawien ein Thema, ohne auf wesentliche Ursachen einzugehen. Die Region von Osijek war von dem Krieg schwer betroffen. Es wurde nicht nur etwa die Hälfte der Häuser von Osijek zerstört, sondern auch die denkmalgeschützten Bauten des alten Festungszentrums und der Innenstadt. Allein die Peter-und-Paul-Kathedrale hatte mehr als hundert Treffer erhalten. Dazu passt ein aktuelles Hinweisschild. Es wird davor gewarnt, sich außerhalb der Hauptwege und ausgewiesenen Plätze zu bewegen oder zu campen, da immer noch nicht alle Minen aus dem Krieg vor mehr als 30 Jahren geräumt sind. Der bauliche Zustand des Stadtzentrums ist auch heute noch wenig erbaulich. Der Beitritt von Kroatien im Jahr 2013 in die EU und die Einführung des Euro im Jahr 2023 konnten dieses Stadtbild, das einherging mit zunehmender Deindustrialisierung in der Region, nicht verbessern. Auch der Lebensstandard der Bevölkerung, ihre soziale Situation, die hohe Inflation, niedrige Renten und die mangelnde ärztliche Versorgung mit sehr langen Wartezeiten sind kritikwürdig, so in aller Offenheit der kroatische Reiseleiter.
Bienenstock in Form des Klosters von Ravanica
Im Naturpark Kopacki rit
Mit Elektroboot durch ein Vogelparadies
Der zweite Ausflug dieses Tages führt in den zwischen Donau und Drau liegenden Naturpark Kopacki rit, eines der größten und besterhaltenen Sumpfgebiete Europas. Ein kleines Elektroboot navigiert mit den Besuchern fast geräuschlos durch die mit Schilf bewachsene Sumpflandschaft, die durch unzählige Flussarme und Kanäle mit der Donau verbunden ist. Auf der Fahrt entdeckt der Besucher ein Vogelparadies. Im fischreichen Gewässer tummeln sich 45 Fischsorten mit großen Laichgebieten, so berichtet ein Ranger des Naturschutzgebietes. Der Fischreichtum lockt wiederum eine Vielzahl von Vögeln an. 80 weiße Seeadler haben hier ihre Nester, insgesamt sind rund 300 (!) Vogelarten in Kopacki rit beheimatet. Hunderte Kormorane bevölkern die Uferbäume, Reiher halten nach Fischen Ausschau und ganz kurz zeigt sich auch ein Seeadler im Flug. Auch das Tagwerk einiger Biber ist zu sehen. Sie sind hier als invasive Art genauso unwillkommen wie in Berlin: Sie vernichten nicht nur hunderte an jungen Bäumen, ihre Dämme verstopfen auch die Kanäle und stören das ökologische Gleichgewicht.
Von Kormoranen besetzte Bäume
Humorvolles bei Sliwowitz und Walnusslikör
Im nahe gelegenen Rural Haus präsentiert der kroatische Gastgeber Nino Majhen die Tradition und Kultur seiner Region. Er ist passionierter Fischer und zeigt nicht nur Fotos von beeindruckend großen Fängen - sein Rekord ist ein 150 Kilogramm schwerer Wels - er demonstriert auch, wie er mit Netzen und Angeln umgeht. Und er zeigt seine Buscho-Maske, mit der er jedes Jahr zum großen sechstägigen Karnevalsfest ins nahegelegene ungarische Mohács fährt. Dort wird beim "Buscho-Umzug" der Winter beerdigt und der nahende Frühling begrüßt - mit traditionellen Holzmasken und Schafsfellkostümen. Kultur und Traditionen werden hier wie eh und je grenzüberschreitend gelebt. Und natürlich hat er auch seine eigene kleine Schnapsbrennerei und stellt viele andere lokale Produkte her. Die nicko-cruises-Reisenden können die lokalen Produkte der Region der slawonischen Tiefebene intensiv schmecken - Paprikawurst, traditionelles kroatisches Gebäck, die Paste Ajvar aus Paprika und Auberginen, den Pflaumenschnaps Sliwowitz, Walnusslikör und Beerenlikör und den Rotwein aus der kroatischen Rebsorte Plavac.
Nino Majhen mit seiner Buscho-MaskeNino Majhen mit seiner Buscho-Maske
Volkstanz in traditionell bestickten Trachten im Volkskunsthaus von Kalocsa
In Kalocsa haben sich die Donauschwaben angesiedelt
Der nächste Ausflug vom Schiff ist nur mit "Puszta" überschrieben. Von der Anlegestelle Foktö am Donau-Ufer fährt der Bus in die sieben Kilometer entfernte kleine ungarische Stadt Kalocsa. Sie ist eine der ältesten ungarischen Städte, wurde im Jahr 1001 von König Stephan I. gegründet und spielte bei der Christianisierung des Landes mit dem Bistum in Kalocsa eine historisch gewichtige Rolle. Nach der Vertreibung der osmanischen Besatzung wurden in dieser Region im 18. Jahrhundert die Donauschwaben angesiedelt. Obwohl viele dieser deutschen Siedler nach 1945 das Land verlassen mussten, gab es Rückkehrer und es existiert auch heute wieder eine Gemeinschaft der Donauschwaben, die die deutsche Kultur bewahrt. Das Volkskunsthaus von Kalocsa ist auf einem Bauernhof in einem 200 Jahre alten Bauernhaus mit originalen Bauernstuben eingerichtet. Hier werden die Besucher von einem jungen Paar in Volkstracht empfangen. Der Bursche trägt schwarze Stiefel und einen schwarzen Hut und das Mädchen ist in eine Bauerntracht mit vielen bunten Stickereien gekleidet. Beeindruckend sind auch die vielen farbenfrohen Blumenmotive an den Wänden und Möbeln. Zwei ältere Frauen zeigen Weißlochstickereien und bemalte Ostereier.
Stube mit farbenfroher Malerei
Paprika - das rote Gold
Das Touristenzentrum Bakodpuszta liegt mitten in der Puszta. Hier befindet sich das Paprikamuseum, wo Geschichten über die Kalocsaner Paprika, das "rote Gold", erzählt werden. Ungarischer Paprika gilt unter vielen Feinschmeckern und Sterneköchen als bester Paprika der Welt. Dabei ist die Paprika gar keine ungarische Pflanze. Sie stammt aus Mittel- und Südamerika und wurde von den Osmanen in Ungarn eingeführt. In der Gegenwart haben sich allerdings in Ungarn die Anbauflächen für Paprika stark reduziert, weil die Konkurrenz aus Spanien und China billiger produziert und der heimische Markt nicht so groß ist. Wo einstmals Paprika auf 2.000 Hektar angebaut wurde, sind heute noch 400 Hektar übriggeblieben.
Das Paprikamuseum
Paprika werden aufgefädelt und unter dem Dach zum Trocknen aufgehängt
Nobelpreis für die Paprika
Im Museum dreht sich alles um den Anbau und die Verarbeitung der Paprika. Alles - vom Einpflanzen der Setzlinge bis zur Ernte - wird in Handarbeit durchgeführt. Die Paprikafrüchte werden mit Stiel gepflückt, damit sie nicht faulen, und dann unterm Dach der Bauerngehöfte in langen Paprikaschnüren zum Trocknen aufgehängt. Das liefert zugleich die typischen Fotomotive für die Region. Dann wird die Paprika mit ihren Körnern gemahlen und zu Pulver, Öl, Creme und Schnaps verarbeitet. Die Körner geben dem Paprikapulver seine Schärfe. Und dazu für die deutschen Gäste auch der Ratschlag, was zu tun ist, wenn die verzehrte Paprika zu scharf war: Brot mit Schmalz essen oder einen Schnaps trinken. Fett und Alkohol sind erprobte Hausmittel bei der Entschärfung. Im Museum wird auch des ungarischen Medizin-Professors Albert Szent-Györgyi gedacht. Er experimentierte in Szeged auch mit Paprikafrüchten. Ihm gelang es 1931, Ascorbinsäure aus der Paprika zu extrahieren und eine Methode zu entwickeln, Vitamin C auf der Basis von Paprika industriell herzustellen - ein Meilenstein in der Bekämpfung der Vitamin-C-Mangelerkrankung Skorbut. Er erhielt 1937 den Nobelpreis für Medizin unter anderem auch für diese Leistung.
Im Gestüt Bakodpuszta
Ungarische Reiter zeigen ihre Kunststücke
Gleich nebenan ist das Gestüt von Bakodpuszta mit Stallungen, einem großen Reitplatz und Besuchertribünen. Die ungarischen Cowboys nennen sich Csikos und demonstrieren bei ihrer kunstvollen Reiter-Vorführungen die einmalige Harmonie von Pferden und Mensch. Höhepunkte sind das synchrone Knallen der Peitschen, rasante Gespann-Fahrten und die Eleganz des sogenannten "Puszta-Zehners", bei der ein Csiko auf zwei weißen Lipizzanern steht und insgesamt zehn Pferde nur an den Zügeln im scharfen Galopp um den Parcours führt. Anschließend sind die Touristen zur Verkostung von Schmalzbroten mit Zwiebeln und von Obstschnäpsen eingeladen und können eine kleine Tour mit einer Pferdekutsche in die Puszta unternehmen, vorbei an Herden von Zackelschafen und ungarischen Graurindern. Ein sehr gelungener Ausflug, der von den Passagieren mit viel Beifall bedacht wird.
Csikos
Macht Liebe statt Kriege
Vorletzte Station der Tour ist die slowakische Hauptstadt Bratislava. Bratislava gilt mit seiner halben Million Einwohner als "klein, aber fein", mit einer schön renovierten Altstadt. Zuerst fährt der Rundfahrt-Bus hinauf zur Burg. Sie dominiert die Stadt und ist schon von weitem zu sehen. Die Geschichte von Bratislava und seiner Burg ist eine spannende Abhandlung über die Habsburger und die Mitte von Europa. Hier wurde Maria Theresia gekrönt, wie auch zehn andere Könige der Habsburger, weil die Osmanen zu jenen Zeiten Ungarn besetzt hatten. Der Ehemann von Maria Theresia, Stefan von Lothringen, ein Offizier und Vater von 16 Kindern mit ihr, wird vom Stadtführer übrigens zitiert mit seiner Forderung: "Macht Liebe statt Kriege". Was für eine aktuelle Aussage. Von der Burg hoch über der Stadt eröffnet sich ein wunderbarer Blick auf die Altstadt und die Donau. Anschließend ein Bummel vorbei am Nationaltheater, dem Rathaus und einigen barocken Palästen, den Markenzeichen der Habsburger Monarchie. Schließlich kommen wir auch an dem Touristen-Wahrzeichen der Stadt vorbei, dem Gulli-Mann Cumil, der unter die Röcke der Frauen glotzt. Kopf und Oberkörper liegen, hier mitten in der Innenstadt, flach langgestreckt am Boden. Und so warnt der Stadtführer davor, diese Skulptur zu berühren. Tagsüber heben hier manche Hunde das Bein und nachts erleichtern sich hier Betrunkene. Der Humor in Bratislava.
Gespann mit ungarischen Graurindern
Die Pracht der Weinberge in der Wachau-Passage
Am letzten Tag durchfährt die Maxima die Passage Wachau, UNESCO-Weltkulturerbe, die sich in bei schönster Sonne in all ihrer Pracht der Herbstfarben zeigt. Die Wachau wird bestimmt von den Weinterrassen, die über Jahrhunderte in die steilen Felshänge an der Donau gegraben worden sind und dem engen und felsigen Tal sein typisches Antlitz verleihen. Den Weinanbau haben die Römer bei der Ausbreitung ihres Imperiums mitgebracht. Zwischen Krems und Melk reiht sich hier Weinberg an Weinberg. In jedem der Weinorte künden Burgen, Schlösser und barocke Klosterbauten von dem bescheidenen Wohlstand, den der Wein den Bewohnern der Wachau schon im Mittelalter gebracht hat. Und hinter jeder Flussbiegung tauchen neue Fotomotive auf. Dann am Abend Koffer packen und den letzten Cocktail genießen. Am nächsten Morgen geht es früh in Passau von Bord und mit dem Shuttle-Bus zum Hauptbahnhof. Alles ist bestens organisiert. Am Nachmittag erwartet die Maxima dann schon ihre neuen Gäste für die nächste Flusstour auf der Donau.
Die Burg von Bratislava
Gulli-Mann Cumil
Die Pressereise mit dem Flussschiff Maxima von Passau zum Eisernen Tor erfolgte auf Einladung von nicko cruises im Oktober 2025. Text und Fotos von Ronald Keusch

